Das Graduiertenkolleg Islamische Theologie bildet Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Islamischen Theologie aus. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Etablierung des Faches.

16 Promovierende arbeiten an einem der sieben Standorte und nehmen am standortübergreifenden Studienprogramm teil, das auch renommierte Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem Ausland integriert.

In ihren Promotionen und dem standortübergreifenden Studienprogramm verbinden die Kollegiatinnen und Kollegiaten klassische Disziplinen islamischen Wissens mit neuen Ansätzen und Fachgebieten.

Das Gastwissenschaftlerprogramm ermöglicht den Austausch mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und positioniert die Islamische Theologie in Deutschland in den internationalen muslimisch-theologischen Diskursen.

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Kollegiaten
Professoren
Projektkoordinator
Melahat Kisi
Institut für Islamische Theologie Osnabrück

Betreuer: Prof. Dr. Bülent Ucar

Arbeitstitel: Geschlechtergerechtigkeit im islamischen Religionsunterricht

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Serdar Kurnaz
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Erstbetreuer: Prof. Dr. Ömer Özsoy

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Mathias Rohe, Erlangen-Nürnberg

Drittgutachter: Prof. Dr. Harry Harun Behr, Frankfurt

Arbeitstitel: Istinbat al-hukm – Rekonstruktion der Interpretationsmethoden autoritativer, textueller Quellen in der islamischen Rechtsmethodik ausgewählter Rechtsschulen

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Florian Lützen
Akademie der Weltreligionen Hamburg

Betreuerin: Prof. Dr. Katajun Amirpur

Arbeitstitel: Studie zum Kommentar Ahmad Ibn ʿAdjibas zu den Lehren des Ibn ʿAtaʾ Allah as-Sakandari

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Noha Abdel-Hady
Akademie der Weltreligionen Hamburg

Erstbetreuerin: Prof. Dr. Katajun Amirpur

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Mouez Khalfaoui, Tübingen

Arbeitstitel: Rechtswissenschaftliche Perspektiven zur Entstehung von Rechtsgenre am Beispiel der frauenbezogenen Jurisprudenz (fiqh an-nisāʼ): Ein rechtssystematischer Prozess im Wandel.

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Nimet Seker
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Erstbetreuer: Prof. Dr. Ömer Özsoy

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Harry Harun Behr, Frankfurt

Arbeitstitel: Spannungsfelder der Qurʾānhermeneutik in usūl ut-tafsīr und ʿulūm ul-qurʾān-Werken (3.-9./9.-15. Jhdt.)

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Almedina Fakovic
Zentrum für Islamische Theologie Tübingen

Erstbetreuer: Prof. Dr. Erdal Toprakyaran

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Bekim Agai, Frankfurt am Main

Arbeitstitel: Islamisch-mystische Netzwerke in Europa. Das Beispiel der Sufi-Bewegung Hazrat Inayat Khans

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Zeki Tuncel
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Betreuer: Prof. Dr. Ömer Özsoy

Arbeitstitel: Die Genese der Hadithmethodologie  und Ibn as-Salah als Wendepunkt (usul al-hadith) - eine rezeptions- und begriffsgeschichtliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Termini sahih und ahad

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Tolou Khademalsharieh
Zentrum für Islamische Theologie Münster

Erstbetreuer: Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Angelika Neuwirth, Berlin

Arbeitstitel: Drei frühe Koranhandschriften und ihr Beitrag zur frühen Textgeschichte des Korans

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Daro Abdulla
Department für Islamisch-Religiöse Studien Erlangen-Nürnberg

Erstbetreuer: Prof. Dr. Reza Hajatpour

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Reinhard Schulze, Bern

Arbeitstitel: Suhrawardi und Djili im Gespräch mit der Moderne. Zur Frage der Begründbarkeit Islamischer Theologie aus einer mystischen Tradition

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Abdelaali El Maghraoui
Zentrum für Islamische Theologie Tübingen

Betreuer: Prof. Dr. Mouez Khalfaoui

E-Mail: abdelaali.el-maghraoui(at)zith.uni-tuebingen.de

Arbeitstitel: Islamrechtliche Aspekte des Islamic Banking and Finance. Möglichkeiten und Grenzen islamkonformer Finanzprodukte in Deutschland

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Ufuk Topkara
Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften Paderborn

Erstbetreuer: Prof. Dr. Klaus von Stosch

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Harry Harun Behr, Frankfurt

Arbeitstitel: Konvergenz von Glaube und Vernunft im Islam. Eine Theologie der Ästhetik

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Idris Nassery
Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften Paderborn

Erstbetreuer: Prof. Dr. Klaus von Stosch

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Mouez Khalfaoui, Tübingen

Arbeitstitel: Grundlegung zur islamischen Wirtschaftsethik - von Al-Ghazali über Kant zu Habermas

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Ali Ghandour
Zentrum für Islamische Theologie Münster

Betreuer: Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Arbeitstitel: Die Herzenserkenntnis bei Muhyi ad-Din Ibn ʿArabi. Eine erkenntnistheoretische Untersuchung

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Hureyre Kam
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Erstbetreuer: Prof. Dr. Ömer Özsoy

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Ulrich Rudolph, Zürich

Arbeitstitel: Die Apologie Gottes. Al-Maturidis Erkenntnislehre

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Zishan Ahmad Ghaffar
Zentrum für Islamische Theologie Münster

Erstbetreuer: Prof. Dr. Mouhanad Khorchide

Zweitbetreuer: Prof. Dr. Klaus von Stosch, Paderborn

Arbeitstitel: Zur Kriterienfrage in der Leben-Muhammad-Forschung

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Fahimah Ulfat
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Erstbetreuer: Prof. Dr. Harry Harun Behr

Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Bamberg

Arbeitstitel: Die Handlungsrelevanz Gottes im Alltag muslimischer Kinder

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Prof. Dr. Harry Harun Behr
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Professur für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Islamische Religionspädagogik und Didaktik des islamischen Religionsunterrichts

Telefon: +49 (0) 69 798 36306

E-Mail: hb(at)em.uni-frankfurt.de

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Prof. Dr. Klaus von Stosch
Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften Paderborn

Lehrstuhl für Katholische Theologie (Systematische Theologie) und ihre Didaktik

Telefon: +49 (0)5251 60-2362

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Prof. Dr. Ömer Özsoy
Zentrum für Islamische Studien Frankfurt am Main/Gießen

Professur für Genese und Exegese der schriftlichen Quellen des Islam (Koran und Hadith)

Telefon: + 49 (0)69 798-33361

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Jan Felix Engelhardt
Zentrum für Islamische Theologie Münster

Projektkoordinator Graduiertenkolleg Islamische Theologie

Telefon: + 49 (0)251 8326-115

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Prof. Dr. phil. Bülent Ucar
Institut für Islamische Theologie Osnabrück

Lehrstuhl für Islamische Religionspädagogik

Telefon: + 49 (0)541 969-6032 

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Prof. Dr. Katajun Amirpur
Akademie der Weltreligionen Hamburg

Professur für Islamische Studien/ Islamische Theologie

Telefon: +49 (0)40 42838-3532

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Prof. Dr. Reza Hajatpour
Department für Islamisch-Religiöse Studien Erlangen-Nürnberg

Inhaber des Lehrstuhls Islamisch-Religiöse Studien mit Systematischem Schwerpunkt

Telefon: +49 (0)9131 85-26024

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Prof. Dr. Mouhanad Khorchide
Zentrum für Islamische Theologie Münster

Professur für Islamische Religionspädagogik

Telefon: +49 (0)251 83261-00 /-02

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Prof. Dr. Mouez Khalfaoui
Zentrum für Islamische Theologie Tübingen

Lehrstuhl für Islamisches Recht

Telefon: +49 7071 29-75393

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Prof. Dr. Erdal Toprakyaran
Zentrum für Islamische Theologie Tübingen

Lehrstuhl für Islamische Geschichte und Gegenwartskultur

Telefon: +49 (0) 7071 29 75-390

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18
Mai

Der Newsletter informiert alle zwei Monate über Neuigkeiten aus dem Kolleg. U.a. in dieser Ausgabe:

 

Internationale Hadith-Konferenz in Münster

Fatima al-Fihri – Begründerin der ältesten Universität der Welt

III. standortübergreifender Workshop des Graduiertenkollegs zum islamischen Recht

Prof. Ingrid Mattson und Prof. Jasser Auda als Gastwissenschaftler im Kolleg

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Wichtiger Meilenstein für den Aufbau Islamischer Theologie in Deutschland: Serdar Kurnaz legt Arbeit zum islamischen Recht vor

Frankfurt, 20. Februar 2015. Wie leiten islamische Rechtgelehrten aus Koran und Sunna praktische Normen für die Gläubigen ab? Und was bedeutet dies für das islamische Recht im deutschen Kontext? Antworten auf diese Fragen gibt Serdar Kurnaz in seiner Dissertationsschrift...

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21
Nov

Der Newsletter informiert alle zwei Monate über Neuigkeiten aus dem Kolleg. In dieser Ausgabe:

Neuerscheinung: Serdar Kurnaz und Jameleddine Ben Abdeljelil – Maqāsid aš-Šarī‘a. Die Maximen des islamischen Rechts

„Geboren zwischen den großen Steinen” – Augenzeugenbericht aus dem Nordirak

Bericht zur Konferenz „Maqāsid al-Sharīah – The Objectives of Sharīah and Contemporary Challenges” in...

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10
Sep

Der Newsletter informiert alle zwei Monate über Neuigkeiten aus dem Kolleg. In dieser Ausgabe:

Grußwort Wolfgang Rohes auf dem Kongress „Horizonte der Islamischen Theologie“ in Frankfurt

Bericht vom Forschungsaufenthalt Idris Nasserys in Südafrika: „Willkommen in der Regenbogennation“

Neuerscheinung: „Lehrerpersönlichkeit und ethische Bildung im islamischen Kontext“ von Fahimah Ulfat

Bericht:...

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Graduiertenkolleg Islamische Theologie ist Kooperationspartner des Kongresses „Horizonte der islamischen Theologie“ Münster, 1. September 2014.

Neue Wege der Koranauslegung, die deutsche Imam-Ausbildung, islamische Seelsorge und Bioethik – das sind die Themen, der sich die über 300 angemeldeten Wissenschaftler und Studenten von heute an fünf Tage lang an der Universität Frankfurt am Main widmen....

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Veranstaltungen

23.-24. März 2015, Akademie Die Wolfsburg, Mülheim an der Ruhr

Mystische Erfahrungen als Intensivform von Religion haben in Judentum, Christentum und Islam eigene Traditionen ausgebildet, sei es literarisch, künstlerisch, meditativ etc. Was sagen Texte jüdischer, christlicher und muslimischer Mystiker über das Verhältnis zwischen Gott und Mensch aus? Worin liegen zwischen ihnen Gemeinsamkeiten...

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"Challenges of Spiritual Care"

26. Mai 2015, Institut für Islamische Theologie Osnabrück

Im Rahmen eines eintägigen Workshops wird Prof. Ingrid Mattson in Osnabrück mit den Promovierenden des Graduiertenkollegs und weiteren Nachwuchswissenschaftlern der Islamischen Theologie zusammenarbeiten.

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7
Koran-wissenschaften
<div>Der Koran gilt im islamischen Glauben als Wort Gottes, das dem Propheten Muhammad zwischen 610 und 632 offenbart wurde. Die von Muhammad verkündeten Worte wurden zu seinen Lebzeiten sowohl mündlich überliefert als auch &nbsp;schriftlich fixiert. Die wissenschaftliche Überzeugung, damit liege der Originaltext vor, prägte die Koranrezeption der Muslime entscheidend. Im Laufe der Geschichte wurde der Korantext fortwährend als solcher rezitiert, rezipiert und interpretiert.</div> <div>Im Zuge dieser rezeptionsgeschichtlichen Entwicklung entstanden viele wissenschaftliche Disziplinen, in denen der Koran mit seinem Offenbarungscharakter im Zentrum steht. Angesichts einer fehlenden institutionalisierten religiösen Kontrollinstanz, die den christlichen Kirchen vergleichbar wäre, hat sich bei Muslimen eine historisch vielschichtige und diskussionsfreudige Auslegungskultur entwickelt, die außerfachliche Kenntnisse vorbehaltlos integrierte. So widmeten sich die koranwissenschaftlichen und -exegetischen Disziplinen der Textgenese, sprachlichen Struktur und Interpretation des Korans und setzten sich mit Fragen nach seiner Historizität, Kontextualität, Intertextualität und Intratextualität auseinander.</div> <div>Jenseits der wortwörtlichen Verstehens- und Deutungsweise haben sich verschiedene Formen der Koranauslegung etabliert, denen das Überlieferungsgut und die eigene Meinung sowie die innere und mystische Erfahrung zugrunde liegen. Eine ausgewiesene Koranwissenschaft setzt sich daher u.a. mit der Bedeutung und aktuellen Relevanz des Offenbartseins des Korans, seiner Entstehungs- und Textwerdungsgeschichte sowie den Koranauslegungstraditionen in sunnitischen, schiitischen und anderen Richtungen auseinander.</div> <div>Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erschließung der jüdischen und christlichen exegetischen Traditionen sowie der modernen Kommunikationstheorien und historisch-kritischen Methoden.</div>
3
Hadith-wissenschaften
<div>Neben dem Koran nehmen die Hadithe, die die Aussprüche und Handlungen des Propheten Muhammad und seiner Zeitgenossen beinhalten, einen wichtigen Stellenwert in den islamischen Wissenschaften ein. Die Etablierung einer den Hadithen gewidmeten Wissenschaft und die Entstehung einer umfangreichen Hadithliteratur erfolgten im Laufe mehrerer Entwicklungsperioden. Um diese Entwicklungsperioden nachvollziehen zu können, sind eine Vielzahl an Theorien, Diskursen und Methoden innerhalb der Hadithwissenschaften in Geschichte und Gegenwart entstanden, deren Erschließung, Analyse und kritische Diskussion eine wichtige Aufgabe der modernen Hadithforschung darstellt. Unmittelbar mit dieser Thematik ist die Frage der Mündlichkeit und Schriftlichkeit des islamischen Überlieferungsguts im Allgemeinen und der Hadithe im Besonderen verbunden. Hierbei ist es wichtig, neben der islamischen Binnenperspektive auch die vielfältigen Ansätze der Islamwissenschaften zu berücksichtigen und zu diskutieren.</div> <div>Ein weiterer Schwerpunkt in der Hadithwissenschaft ist die Frage nach der Authentizität der Hadithe. Für die Untersuchung des Authentizitätsgrades wurden schon früh verschiedene Techniken und Methoden von muslimischen Gelehrten entwickelt, die analysiert und kritisch diskutiert werden.</div> <div>In der gegenwärtigen Hadithforschung wird zunehmend ein Ansatz verfolgt, der die inhaltliche Analyse und Kritik der Hadithe ins Zentrum stellt. Dabei steht die Betrachtung von Aspekten wie Historizität, Intertextualität, Intratextualität und Kontextualität der Hadithtexte sowie ihrer unterschiedlichen Interpretationstraditionen im islamischen Schrifttum anhand einer methodisch fundierten Lektüre der Primärtexte im Fokus. Bei diesem Ansatz werden die Hadithe nicht nur als theologische Quelle, sondern auch als eine Quelle der Kultur- und Zivilisationsgeschichte interpretiert.</div>
5
Islamisches Recht
<div>Das Fachgebiet Islamisches Recht umfasst die islamische Normenlehre „fiqh“, sowie die Lehre von den Grundlagen und Methoden der Ableitung dieser Normen „usul al-fiqh“.</div> <div>Die Rechtslehre kennt mehrere Quellen des Rechts: den Koran, die prophetische Tradition, den Konsens der Rechtsgelehrten sowie den Analogieschluss. Darüber hinaus werden weitere Quellen beschrieben und herangezogen: vor allem das Argumentieren mit Billigkeit, das Abstellen auf das Allgemeinwohl sowie der Rückgriff auf Gewohnheitsrecht. Allerdings sind nicht all diese Quellen von allen islamischen Rechtsschulen anerkannt. Der schiitische Islam erkennt die Vernunft als weitere Rechtsquelle an.</div> <div>In den ersten islamischen Jahrhunderten bildeten sich verschiedene Rechtsschulen heraus, die sich methodisch wie inhaltlich unterschiedlich stark voneinander unterschieden. Im sunnitischen Islam haben sich die malikitische, die hanafitische, die schafiitische und die hanbalitische Rechtsschule etabliert. Die schiitische Glaubenslehre hat sich ebenfalls als eigenständige Rechtsschule mit unterschiedlichen Ausrichtungen etabliert.</div> <div>Das traditionelle islamische Recht beansprucht, das gesamte Leben der Muslime normativ zu regeln, und zwar sowohl den Bereich der Rechtsbeziehungen zwischen den Menschen als auch den Bereich der gottesdienstlichen Handlungen.</div> <div>In der Frage nach dem Verhältnis zwischen Islam und Moderne spielt das islamische Recht eine zentrale Rolle, dabei können folgende Positionen gegenüber gestellt werden: die eine sieht in den partikularen Normen in den islamischen Quellen, die die gesellschaftliche Ordnung betreffen, ahistorische, kontextunabhängige Normen, die unhinterfragt ins Hier und Jetzt übertragen werden müssen. Die zweite Position sieht in diesen Einzelanweisungen kontextgebundene gesellschaftliche Regelungen und fragt nach den universalen Prinzipien hinter den partikularen Normen. Diese Prinzipien werden mittlerweile sogar neu definiert (wie z.B. Gerechtigkeit, Unantastbarkeit der menschlichen Würde, Freiheit, Gleichheit) und im Gegensatz zu den Einzelanweisungen als verbindlich eingestuft. Heute erfährt die Lehre von den Maximen und Zielen des islamischen Rechts eine starke Wiederbelebung. Sie thematisiert die Wandelbarkeit religiöser Normen, indem sie die Lebenswirklichkeit der Menschen bei den Ableitungsprozessen religiöser Normen in den Vordergrund rückt. Eine dritte vermittelnde Position schließlich fragt nach der Wechselbeziehung zwischen den allgemeinen Zielen und konkreten Normen und bemüht sich um Lösungsansätze in diesem Spannungsverhältnis.</div> <div>Neben traditionellen Lehren werden aktuelle Entwicklungen, die das Leben der Muslime in Deutschland und Europa beeinflussen und prägen, Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung sein. Neue Methoden der Ableitung religiöser Normen sind ebenfalls ein wichtiges Thema dieses Faches sowie aktuelle rechtliche Fragen, die das Verhältnis des Islam zu Rechtsstaatlichkeit betreffen.</div>
6
Geschichte und Gegenwartskultur des Islams
<div>Der Islam hat sich stets in spezifischen gesellschaftlichen, historischen und sozialen Kontexten entwickelt, ohne deren Rekonstruktion heute weder die islamische Geschichtsschreibung noch ein Studium des Islams in der Gegenwart auskommt. Das Studium der islamischen Frühgeschichte und ihrer Quellen bedarf einer methodisch und theoretisch fundierten Lektüre, die auch aktuelle Erkenntnisse der Geschichts- und Literaturwissenschaften einschließt. Ein Bewusstsein für Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Vielschichtigkeit in inner- und außerislamischen Rezeptionen ist dabei grundlegend.</div> <div>Auch die klassische Geschichtsschreibung muss durch alternative Perspektiven im Sinne einer „Geschichte von unten“ bereichert werden. So muss z.B. nach den Stimmen von Frauen und religiös Marginalisierten gesucht werden.</div> <div>Für das Verständnis gegenwärtiger Diskussionsgegenstände ist eine genealogische Lektüre unabdinglich. Hierbei geht es um Verbindungslinien und Brüche mit der Vergangenheit und die Verortung neuer Ideen und sozialer Phänomene. In diesem Kontext sind vor allem die Sozial- und Kulturwissenschaften von großer Bedeutung, deren Methoden und Theorien integriert werden, um aktuelle Entwicklungen des Islams in der islamischen Welt und in Europa diskutieren zu können. Entsprechend steht im Zentrum dieses Schwerpunkts die kritische Auseinandersetzung mit historischen Zusammenhängen und aktuellen Ausprägungen des Islams in Gesellschaft und Kultur. Gefragt sind die Kontextualisierung von historischen und gegenwärtigen sozialen Erscheinungsformen muslimischen Lebens sowie der Umgang mit Inhalten und Forschungsfragen von Nachbardisziplinen.</div>
4
Systematische Theologie (Kalām)
<div>Das Fachgebiet Systematische Theologie (Kalam) setzt sich mit den Glaubensgrundsätzen des Islams und deren rationalen Begründung und systematischen Reflexion auseinander. Die Auseinandersetzung mit Fragen nach der Vorbestimmung des Menschen durch den göttlichen Willen, nach anthropomorphen Gottesvorstellungen und dem Umgang mit entsprechenden koranischen Aussagen trug u.a. zur Entstehung der systematischen Theologie im islamischen Kontext bei. Politische, aber auch apologetische Faktoren führten dabei zur Entstehung unterschiedlicher Strömungen und Schulen, wie die der Mu‛tazila, der Ascha‛ira und der Maturidiyya.</div> <div>In der systematischen Theologie geht es einerseits um eine zeitgemäße Reflexion traditioneller Themen der Islamischen Theologie und der islamischen Glaubenslehre und andererseits um die wissenschaftlich-theologische Auseinandersetzung weiterer Fragen, die heute an die Islamische Theologie herangetragen werden. Dazu gehören an erster Stelle Fragen nach Gottesvorstellungen im Islam und die Konsequenzen dieser Vorstellungen auf die Gestaltung der Beziehung des Menschen zu Gott, auf die Entstehung unterschiedlicher Menschenbilder im Islam und im Weiteren Fragen nach den Konsequenzen von Gottesvorstellungen für das Verstehen des Islams.</div> <div>Durch die Herausfindung und Begründung des Sinnes bzw. der Sinnhaftigkeit des Glaubens wird sowohl eine ethische als auch eine epistemologische Funktion erfüllt. Des Weiteren wird hier auf gesellschaftliche Aspekte und Implikationen des Glaubens hingewiesen bzw. die Befreiungskraft des Glaubens sowohl individuell wie auch kollektiv hervorgehoben.</div> <div>Eine diskursive Auseinandersetzung ermöglicht es, die Pluralität und die Diversität der verschiedenen Kalam-Schulen und Traditionen zu berücksichtigen sowie die Heterogenität innerhalb der einen Tradition hervorzuheben. Zu den Schwerpunkten dieses Fachgebiets gehören u.a.: Das Verhältnis zwischen Glaube und Vernunft im Islam, Grundfragen der Gotteslehre, Offenbarung im Islam, Gotteserfahrungen, Gottes Wesen und seine Attribute, Prophetie, die Theodizee-Frage und die Gerechtigkeit Gottes, der Mensch vor Gott (Handeln und Freiheit des Menschen) und islamische Eschatologie (Jenseitsglaube).</div>
2
Islamische Philosophie, Ethik, Mystik
<div>Die islamische Philosophie ist durch den Kontakt mit anderen Kulturen entstanden, wobei die koranischen Anweisungen zum Nachdenken über Mensch und Natur und die Bedürfnisse des islamischen Gemeinwesens diesen Prozess der Entstehung der Philosophie in der islamischen Kultur maßgeblich beeinflusst haben. Auf der Grundlage der Übersetzung, Rezeption, Assimilation und Weiterentwicklung der antiken und griechischen Philosophie durch Muslime entwickelten sich die arabisch-islamischen Wissenschaften selbständig weiter und erreichten auf den verschiedensten Gebieten lange Zeit einen hohen Standard. Dabei entstanden Teildisziplinen wie z.B. die Erkenntnistheorie, Politische Philosophie und Seelenlehre, zu denen verschiedene Theorien von bedeutenden Philosophen wie al-Kindi, al-Farabi, Ibn Sina oder Ibn Ruschd (Averroes) aufgestellt und Standardwerke verfasst wurden. Auch Kernthemen wie das Verhältnis von Offenbarung und Vernunft wurden eingehend diskutiert.</div> <div>In der Moderne entstanden in der islamischen und westlichen Welt verschiedene islamisch-philosophische Strömungen. Diese haben sich sowohl mit ihren eigenen philosophischen Traditionen auf der Suche nach einer islamischen Aufklärung als auch mit der westlichen Philosophie auseinandergesetzt, um neue Ansätze zu entwickeln und das islamische Denken zu erneuern. Zu den modernen philosophischen Strömungen im islamischen Kulturkreis gehört u.a. die Mulla Sadra Schule, die noch bis heute sehr stark im Iran verbreitet ist und mit der modernen Philosophie verschiedene Synthesen eingegangen ist.</div> <div>Als eine eigenständige Disziplin und dennoch nicht unabhängig von der islamischen Philosophie entwickelte sich die islamische Ethik. Ihre Grundsätze und Leitlinien vom Koran und von der prophetischen Sunna herleitend, wurde sie später mit Hilfe der verschiedenen islamisch-theologischen Wissenschaften und der griechischen Ethiktraditionen (z.B. Tugendlehre von Aristoteles und Platon) systematisiert. Der Versuch einer Synthese von hellenistischem Erbe und Islam lief jedoch nicht immer harmonisch ab. In diesem Sinne beschäftigte man sich auch mit dem Konflikt zwischen rationalistischer Ethik und der Begründung des offenbarten Gesetzes. Daneben standen theologische Themen wie die Prädestination Gottes und der freie Wille des Menschen, Gut und Böse und die Allmacht und Gerechtigkeit Gottes im Zentrum der Diskurse.</div> <div>Die islamische Mystik, die aus einer asketischen Bewegung heraus entstanden ist und auf innere existentielle Erfahrung gründet, stellt die innere Dimension des Islams und die Läuterung der Seele des Menschen ins Zentrum und weist somit auch ethische Implikationen auf. In diesem Zusammenhang entwickelten islamische Mystiker ihre eigenen Theorien und Diskurse über das Menschen- und Gottesbild, die Gottesliebe und den Weg zur Vervollkommnung des Menschen, die über verschiedene geistige Stationen und Zustände erreicht wird.</div> <div>Im Kontext wertepluraler und globaler Gesellschaften sind neue politisch-soziale, interreligiöse, genderspezifische oder befreiungstheologische Ansätze entstanden, die durch die islamische Philosophie, Ethik und Mystik begleitet werden. Zum Beispiel werden im Bereich der Ethik Themenfelder wie Medizin- und Bioethik, Wirtschaftsethik oder Toleranzethik erschlossen und kontrovers diskutiert.</div>
1
Islamische Religionspädagogik und Fachdidaktik
<div>In diesem Fachgebiet geht es um die wissenschaftliche Reflexion von Prozessen religiöser Sozialisation, Erziehung und Bildung. Dabei stehen der Islam in seinen vielfältigen Ausprägungen als Religion und Kultur sowie muslimische Lebensstile im Fokus pädagogischer Fragestellungen. In einem weiter gefassten Sinne verweist das zunächst auf bildungswirksame Strukturen und ihre Funktionen im Kontext der Zivilgesellschaft, in denen Muslime bzw. der Islam als Thema vorkommen, also insgesamt in gesellschaftlichen Segmenten, in denen bildungstheoretische und bildungssoziologische Fragestellungen aufgeworfen und an Fragen von Religion und Religiosität gespiegelt werden können. Die Theorien der Erwachsenenbildung, der Bildungsbiografie und der Pädagogik der hohen Lebensalter werden ebenso berücksichtigt wie das Thema Gemeindepädagogik.</div> <div>In einem enger gefassten Sinne berücksichtigt dieses Themengebiet das pädagogische Handeln in formalen Bildungskontexten mit jungen Muslimen als dezidierter Zielgruppe, beispielsweise im islamischen Religionsunterricht als Fach an der öffentlichen Schule. Zu den Aufgaben einer islamischen Fachdidaktik als Wissenschaft der methodischen Gestaltung von Unterricht gehört es, die Begegnung zwischen dem Islam als Unterrichtsthema und den muslimischen Schülerinnen und Schülern sinnvoll zu arrangieren. Von Interesse sind deshalb auch Theorien des religiösen Lernens mit Bezug zum Islam.</div> <div>Die Regelleitung des unterrichtlichen Lernarrangements kann auf miteinander korrespondierende, in Teilen aber auch konkurrierende Horizonte bezogen sein, die auf jeweilige Bezugswissenschaften für die interdisziplinäre Kooperation deuten: die Normativität des Islams in seinen unterschiedlichen Lehrtraditionen, der grundrechtlich geregelte Anspruch unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften auf Etablierung bestimmter Inhalte, Fragen der Glaubensnatur und der Anthropologie, die religionspädagogische Theoriebildung, die heterogenen Lebenswelten heranwachsender Muslime oder die Rahmenbedingungen von Bildung als gesellschaftlicher Kulturaufgabe.</div> <div>Schließlich werden die besonderen Chancen des Lernorts Schule thematisiert, der die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern anderer Bekenntnisse bzw. denjenigen ohne formale Religionszugehörigkeit ermöglicht. Zu den Forschungsanliegen gehört deshalb auch die Frage, inwieweit ein bekenntnisorientierter Religionsunterricht bzw. alternative Unterrichtsformen zur Einübung und Reflexion eines angemessenen interreligiösen Dialogs im Klassenzimmer und darüber hinaus führen können.</div>

Lexikon des Islams

‘Abd (tr. kul)

„Diener“. Die Bezeichnung ‘Abd stammt aus vorislamischer Zeit. Im Islam beschreibt sie das Verhältnis zwischen Mensch und Gott. „Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft“ (2:186).

Āmīn (tr. amin)

Am Ende der Al-Fātiha oder eines Bittgebets gesprochenes Wort. Auf diese Weise bekunden die Betenden ihre Dankbarkeit, zum anderen bitten sie Gott darum, er möge ihr Gebet annehmen. Bei einem gemeinschaftlichen Bittgebet spricht eine Person das Gebet laut. Die anderen schließen sich dem Bittgebet an, indem sie gemeinsam „Āmīn“ rufen.

Asbāb al-Nuzūl (tr. esbab-ı nüzul)

„Gründe für die Herabsendung.“ Islamische Wissenschaft, die sich mit den geschichtlichen Umständen beschäftigt, die mit der Offenbarung des Korans verbunden sind. Dabei geht es z.B. um die Übermittlung der Offenbarung durch Gabriel, die Vollständigkeit der Suren oder um die Gründe für die Herabsendung des Korans.

Eltern (tr. veli, ebeveyn)

„Vater und Mutter.“ Der Koran fordert die Muslime auf, gütig, respektvoll und fürsorglich mit den Eltern umzugehen (z.B. Koran 17:23 f.) und sie im Alter gut zu versorgen. Kinder haben die Pflicht, gegenüber ihren Eltern gehorsam zu sein.

‘Ibāda, Pl. ‘Ibādāt (tr. ibadet)

„Gottesdienst.“ Im engeren Sinne gehören dazu alle gottesdienstlichen Handlungen. Im weiteren Sinne umfasst ‘Ibāda alle Handlungen, die erlaubt (Mubāh) und mit einer entsprechenden Absicht (Niyya) verbunden sind und die z.B. aus Anstand oder als Hilfeleistung mit Gottesbewusstsein verrichtet werden. 

Īmān (tr. iman)

„Glaube“. Īmān umfasst zum einen den bewussten Glauben an Gott, zum anderen den Glauben an die sechs zentralen islamischen Glaubensinhalte: den Glauben an Gott, die Engel, die offenbarten Bücher Tora, Evangelium und Koran, die Gesandten bzw. Propheten, die Auferstehung und die Vorherbestimmung.

Islām

„Ergebenheit in Gott zur Erlangung des inneren Friedens“. Der Islam ist die zweitgrößte Religionsgemeinschaft der Welt. Seine Anhänger werden als Muslime bezeichnet. Der Koran ist die heilige Schrift des Islams. Nach koranischem Verständnis verkünden alle Propheten, angefangen bei Ādam bis Muhammad, den Glauben an den einen und einzigen Gott.

Kaaba (tr. kabe)

Die Kaaba ist das heilige Haus der Muslime in der Stadt Mekka. Die Kaaba hat die Form eines Würfels. In ihrer östlichen Ecke ist der Schwarze Stein eingefügt. Muslime verrichten das Ritualgebet in Richtung der Kaaba. Während der großen Pilgerfahrt (Hadsch) oder der kleinen Pilgerfahrt (‘Umra) wird sie siebenmal umrundet. 

Sündenfall (tr. ilk günah)

Der Sündenfall wird im Koran (2:35-39, 7:19 ff.) dargestellt und ist nicht mit der Erbsünde vergleichbar. Im Islam ist niemand für die Sünden anderer verantwortlich. Der Sündenfall ist lediglich die erste Übertretung eines Gebots von Gott. Die Darstellung im Koran veranschaulicht, wie Gott einem bereuenden Menschen entgegenkommt. 

Tasbīh (tr. tesbih)

„Gebetskette“. Der Islam versteht das Leben als ein Reisen zu Gott. Eine Gebetskette ist dabei eine Hilfe, denn sie dient dazu, Gott zu lobpreisen. Sie besteht in der Regel aus dreimal 33 Holzkugeln oder Perlen. Die Perlen erleichtern das Zählen der jeweils 33-mal gesprochenen Lobpreisungen beim Gedenken an Gott (Dhikr). 

Yāsīn

Name der 36. Sure des Korans. Sie handelt vom Leben und der Gesandtschaft Muhammads. Der Name der Sure ist eine direkte Ansprache: „Oh Mensch!“. „Ya“ und „sin“ sind gleichzeitig Buchstaben des arabischen Alphabets. Das veranschaulicht, dass die Worte des Korans nicht aus dem Mund eines Dichters stammen, sondern göttlichen Ursprungs sind. 

Zamzam

Name der Quelle, die bei der Kaaba entspringt. An dieser Stelle soll der Prophet Abraham seine Frau Hādschar und seinen Sohn Ismael in der Wüste zurückgelassen haben. Er tat dies im Vertrauen darauf, dass Gott die Sorge für sie übernimmt. An der Stelle, an der Ismael gespielt hatte, entsprang eine Quelle, gleichsam von Gottes Hand: Zamzam.

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Diese Beiträge sind entnommen aus: Fahimah Ulfat und Naciye Kamcili-Yildiz (Hg.): Islam. Von Abendgebet bis Zuckerfest. Grundwissen in 600 Stichwörtern. Kösel 2014.